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Volker
Schlöndorff (Regie)
Biographie,
Filmographie,
Schlöndorff
zu Stoff,
Drama,
Glauben,
Schauspieler,
Stil und Religion"
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Der Stil
Um nicht groß auf "Künstler" zu
machen, habe ich mich früher als "Handwerker"
bezeichnet. Ich fand das anständiger, es ist mir
nicht gedankt worden. Dann kam das Wort auf "Regisseur
ohne Stil". Lachhaft, es sei denn, man liest es
wie bei Musils "Mann ohne Eigenschaften" als
einem, der alle Möglichkeiten, die er in sich hat,
offen lässt und sich nie auf ein Etikett festgelegt.
In diesem Sinne bin ich
von Beruf Regisseur, nicht Stilist. Ich suche nicht
nach Originalität, zwinge keinem Stoff meinen Stil
auf. Vielmehr ist das ein Prozess! Man findet den Stil
bei der Arbeit. Der Stil ist das Ergebnis aller Entscheidungen,
die man beim Drehen trifft. Die Bearbeitung des Drehbuchs,
die Entscheidung für die Besetzung, die Wahl der
Mitarbeiter, des Kameramanns, die Intonation dieses
Satzes, jene Geste, jener Kamerawinkel, diese Pause
- die Summe all dieser Entscheidungen - das ist der
Stil. Und diese Grundhaltung ist eben mein Stil, den
ich in den meisten meiner Filme wieder erkenne.
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Cast & Crew
Die Religion
Ich bin als Schüler auf einem französischen Jesuiteninternat
gewesen, und das prägt mich und meine Arbeit bis heute.
Insofern ist dieser Film auch eine Hommage, eine Danksagung
an diese alten Patres, ohne die ich nie einen Film gemacht
hätte. Sie hatten nichts "Jesuitisches" an
sich, sondern waren von einer großen Heiterkeit, sehr
weltlich, unglaublich interessiert, nicht nur an Theologie.
Erst durch sie lernte ich, den Wunsch, Künstler oder
Filmemacher zu werden, ernst zu nehmen. Diese Köpfe,
die so wenig Aufwand um ihren Glauben machten, waren meine
Vorbilder für den Priester Kremer in "DER
NEUNTE TAG" und in meinem Leben überhaupt.
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