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Volker
Schlöndorff (Regie)
Biographie,
Filmographie,
Schlöndorff über den Stoff,
Drama,
Schauspieler
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Volker Schlöndorff über den historischen
Stoff
Das Buch hat mich auf der Stelle fasziniert. Ich entdeckte
es auf einem Laptop-Bildschirm, im Urlaub in Italien:
Diese flirrende elektronische Schrift und dann die Gräuel
des Lagers, die unglaubliche Kraft eines einfachen Mannes,
der dem widersteht. Es war mir sofort klar:
Das ist ein Stoff für dich. Zum ersten Mal fühlte
ich mich bereit, einen Film zu machen, in dem auch das
Universum des KZ gezeigt wird.
Wie viele meiner Generation
glaubte ich immer, dass sich das Universum der Lager
einer direkten Darstellung entzieht. Alain Resnais'
Film "Nacht und Nebel", der
ja auch keine reine Dokumentation war, sondern essayistischen
Charakter hatte, erschien mir als die einzig mögliche
bildliche Darstellung.
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Cast & Crew
Aber dann kam die "Holocaust"-Fernsehserie,
"Schindlers Liste", "Der
Pianist". Auch wir Deutschen konnten uns nicht
mehr hinter dem Tabu, dass man diesen Schrecken nicht darstellen
könnte, verstecken. Irgendwann muss man sich dem auch mal
stellen, dachte ich nun. Vor allem wurde es aber so konkret
beschrieben, so nüchtern, ohne jedes Pathos - von einem,
der da gewesen ist. Von Pater Jean Bernard. Er hat es im Sommer
45 als Tagebuch aufgeschrieben, mit einem gewissen Abstand dem
eigenen Leiden gegenüber. Das hat mich berührt. Mir
hat es schon beim Lesen wehgetan, mir diese Bilder vorzustellen.
Ich weiß nur, dass es ein Film ist, der auch wehtut. So
versuche ich das zu inszenieren. |
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