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Alfred Schnittke (Musik)
Biographie, Filmografie
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24.11.1934 - 03.08.1998 Komponist
russisch-deutscher Komponist,
einer der führenden Vertreter der russischen Avantgarde
mit polystilistischer Arbeitstechnik. Gemäß
dem Grundsatz der Postmoderne, die das Zitat als legitime
ästhetische Kategorie definiert, ist Schnittke
ein Meister des Zitierens.
Schnittke wurde in der Sowjetunion als Komponist kaum
gefördert, da seine Musik als experimentell und
manieriert galt, zu sehr an den westlichen Avantgardismus
angelehnt. Der Komponist war jahrelang mit einem Ausreiseverbot
belegt, trotzdem erzielte seine Musik ab 1966 entsprechende
Resonanz auf internationalen Festivals. Ab 1972 versuchte
Schnittke einzig vom Komponieren zu leben. Dabei entdeckte
er für sich das weite Feld der Filmmusik: Zu mehr
als 60 Filmen schrieb er die Partituren. 1988 übernahm
Schnittke eine Klasse für Komposition an der Hamburger
Musikhochschule, 1990 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft.
Volker
Schlöndorff wählte für seinen Film
"DER NEUNTE TAG" Ausschnitte
aus dem Concerto Grosso Nr. 1 für zwei Violinen,
Cembalo,
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Cast & Crew
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präpariertes
Klavier und Streicher (1977) und Concerto Nr. 1 für
Violoncello und Orchester (1985/86).
Schnittkes 'Concerto Grosso Nr.
1' entstand 1976 auf Anregung seines Freundes Gidon
Kremer und wurde im Januar 1977 abgeschlossen. Es war
eines seiner ersten Werke, das ihm internationale Anerkennung
brachte. Schnittkes erstes Cellokonzert entstand im
Sommer 1985. In der Gegenüberstellung von Solo-
und Orchesterpart scheint das Concerto den antagonistischen
Konflikt zwischen Persönlichkeit und autoritärer,
anonymer Gemeinschaft zu entwerfen, der eine ganze Künstlergeneration
aus den Ostblockstaaten nachhaltig geprägt hatte.
Für Natalia Gutman, die das Konzert 1986 zur Uraufführung
brachte, gehört es "zu den schönsten
Werken für ihr Instrument".
(siehe auch: http://www.swr.de/swr2/faszination-musik/konzerttipps/2004/04/23/)
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