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Dank der straffen kirchlichen Organisation ist es möglich,
die Enzyklika auf geheimen Wegen nach Deutschland zu schmuggeln
und am Palmsonntag von allen Kanzeln zu verlesen. In dieser
- maßgeblich von Pacelli mitverfassten - Enzyklika ruft
der Papst die deutschen Katholiken zu Widerstand gegen "Götzenkult
von Rasse und Volk, Staat und Staatsform" auf.
Am 10. Februar 1939 stirbt Papst Pius XI., am 2. März wird
Eugenio Pacelli zum Papst Pius XII. (1876-1958) gewählt.
Während des Kriegs hält sich Pius XII. strikt an einen
neutralen Kurs, selbst dann noch, als sich die Niederlage der
Achsenmächte abzeichnet. Zwar hilft der Vatikan vereinzelt
Juden, indem diese falsche Tauf-oder Geburtsurkunden erhalten
und in Klöstern oder Seminaren versteckt werden, trotzdem
vermeidet Pius XII. jede klare Verurteilung der Judenverfolgung,
über deren Ausmaß er weitgehend unterrichtet ist.
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------------------------------DER
NEUNTE TAG
1942 verfassen protestantische und katholische Bischöfe
in Holland gemeinsam ein Hirtenwort gegen die Deportation der
holländischen Juden. Als es trotz Drohungen durch die Besatzer
in allen katholischen Kirchen verlesen wird, reagieren die Nazis
schnell: Katholische Klöster und Schulen werden durchsucht
und alle zum Katholizismus konvertierten Juden, die bis dahin
verschont blieben, werden deportiert.
Das Buch von Abbè Jean Bernard "Pfarrerblock
25487" ist im Morus
Verlag erschienen.
Jean Bernard *1907 -
01.09.1994
Das Drehbuch "DER NEUNTE TAG"
von Eberhard Görner und Andreas Pflüger ist frei nach
dem autobiografischen Bericht von Jean Bernard "Pfarrerblock
25487" entstanden.
Jean Bernard schildert darin tagebuchartig seine Zeit im KZ
Dachau vom 19. Mai 1941 bis 05. August 1942.
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